Wusstest du schon? – Kuriose Fakten rund um das Auto

132 Jahre nachdem das legendäre Motordreirad „Benz Patent-Motorwagen Nummer 1“ als erstes modernes Automobil das Licht der Welt erblickte, möchten wir ein bisschen Einblick geben, in eine Erfolgsgeschichte mit aller Hand spannenden und kuriosen Ereignissen.

Aus wievielen Teilen besteht ein Auto?

Wusstet Ihr zum Beispiel, dass am Flughafen Miami International in den USA mehr Fahrzeuge vermietet werden als in ganz Österreich? Dabei umfasst die gesamte Flotte an diesem Flughafen rund 40.000 Mietwagen. Oder aber, dass ein modernes Fahrzeug im Durchschnitt aus bis zu 12.000 Einzelheiten besteht. Zum Vergleich: Ein Elektroauto besteht in der Regel aus weniger Einzelteilen, da sich allein der Motor meist schon aus wesentlicht weniger Teile als ein klassischer Verbrennungsmotor zusammensetzt.

Fakten aus dem Rennsport

Wer schon einmal in einem Porsche saß, dem wird bestimmt schnell aufgefallen sein, dass das Zündschloss links vom Lenkrad ist. Diese Besonderheit kommt aus dem Rennsport. In Le Mans mussten die Rennfahrer beim Start noch zu ihren Autos laufen. Die Fahrer von Porsche hatten dabei den Vorteil, dass sie mit der linken Hand das Auto starten und mit der rechten direkt einen Gang einlegen konnten. Davon versprach man sich wertvolle Sekunden zu gewinnen. Auch aus dem Rennsport kommt unser nächster Fakt: Warum tragen Rennwagen von Nissan meistens die Nummer 23? Übersetzt man die Zahlen 2 und 3 ins japanische, erklärt sich dies sehr schnell. Zwei wird „ni“ ausgesprochen und die Zahl Drei als „san“; „ni“-„san“.

Raser gibt es schon lange

Gehen wir ein bisschen zurück in der Geschichte des Automobils. Der Name Automobile stammt aus dem griechischen und lateinischen, dabei steht autos für „selbst“ und mobilis für „beweglich“.

Die erste Fernfahrt mit einem Auto unternahm übrigens eine Frau, Bertha Benz um genau zu sein. Im Jahre 1888 unternahm sie eine 106 Kilometer lange Fahrt von Mannheim nach Pforzheim um die Öffentlichkeit von dem „Benz Patent-Motorwagen Nummer 3“ zu überzeugen.

Oldtimer

Den ersten Strafzettel gab es dann acht Jahre später in England. Damals war es vorgeschrieben, dass ein Läufer mit einer roten Fahne vor jedem Fahrzeug geht. Die Höchstgeschwindigkeit lag somit bei 5 bis 6 km/h in Deutschland, in England sogar nur bei 2 mph (3,21 km/h). Walter Arnold, Konstrukteur der britischen Autofirma Arnold, erreichte bei einer Probefahrt 1896 mit einer Arnold Benz Motorkutsche – einem Lizenzbau der deutschen Benz-Fahrzeuge – unfassbare 8 mph (rund 12,87 km/h). Da er ohne Fahnenläufer unterwegs war, stoppte die Polizei ihn und stellte das wohl erste Knöllchen der Geschichte aus.

Engländer und Pferde

Wo wir gerade in England sind, können wir doch gleich mal die Sache mit dem Linksverkehr aufklären. Der Linksverkehr lässt sich nämlich auf die Ritterzeit zurückführen. Damals führten die Engländer die Zügel des Pferdes in der linken Hand und das Schwert mit rechts. Um im Kampf zu bestehen, mussten sie dem Gegner also von links entgegen reiten. Pferde sind übrigens auch der Grund, warum der Kotflügel Kotflügel heißt. Um die Passagiere in den Kutschen vor dem Kot der Pferde zu schützen, brachten man Schürzten über den Rädern an.

Zu guter Letzt noch einen Erklärung für etwas fast alltägliches: Woran erkennt die Zapfpistole, dass der Tank voll ist? Die Zapfpistole besteht aus zwei Rohren. Durch das Große fließt der Kraftstoff in den Tank, während das kleine Rohr die aus dem Tank verdrängte Luft absaugt. Sobald das kleine Rohr Benzin anstatt Luft ansaugt, schließt das Hauptventil und beendet den Kraftstofffluss.